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Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert je Quadratmeter Boden, ermittelt vom Gutachterausschuss. Warum er nicht der Wert Ihres Grundstücks ist.
Kurz gesagt
Ein vom Gutachterausschuss ermittelter durchschnittlicher Lagewert je Quadratmeter Boden – für eine Zone, nicht für ein einzelnes Grundstück.
§ 196 BauGB – Bodenrichtwerte
In der Praxis
Er wird flächendeckend aus den tatsächlichen Kauffällen abgeleitet und regelmäßig fortgeschrieben; abrufbar ist er kostenlos über das amtliche BORIS-Portal des jeweiligen Bundeslandes. In der Bewertung ist er der Ausgangspunkt für den Bodenwert – und bei einem unbebauten Grundstück ein sehr großer Teil der Antwort.
Abgrenzung
Kein Verkehrswert und kein Preis für Ihr Grundstück. Er gilt für ein fiktives Grundstück in durchschnittlichem Zuschnitt und Zustand innerhalb der Zone; Schnitt, Erschließung, Baulasten und Bebaubarkeit können den tatsächlichen Wert deutlich darüber oder darunter legen. Und er sagt nichts über das aufstehende Gebäude.
Im Erbfall
Die Zahl, mit der in Erbengemeinschaften am häufigsten falsch gerechnet wird: Bodenrichtwert mal Fläche ergibt den Bodenwert, nicht den Wert des Hauses darauf.
Immobilie bewerten lassenVerwandte Begriffe
Zwei Wörter für denselben Wert – den Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr am Stichtag zu erzielen wäre; das Baugesetzbuch stellt beide Begriffe ausdrücklich gleich.
Die anrechenbare Fläche der Wohnräume – nach der Wohnflächenverordnung zählen Dachschrägen und Balkone nur anteilig oder gar nicht mit.
Diese Erläuterung gibt einen ersten Überblick und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Voraussetzungen und Fristen hängen vom Einzelfall ab; verbindlich beraten Sie Notarin oder Notar, Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt und Ihre Steuerberatung. Stand der genannten Vorschriften: 2026.